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Das Leben ist ein Fluss, und alles ändert sich. Jack Kornfield

Neulich. Da gab es ein Treffen. Und wie das so ist, in Gemeinschaft esse ich mehr als ich bräuchte, müsste, (kann). Aber ich war mit mir im Reinen. Denn ich merkte, Zusammensein war mir (in diesem Fall) doch viel wichtiger als ein paar Gramm zu viel. Und just bei diesen Zeilen schlich sich beim Schreiben ein Schreibfehler hinein. Aus Gramm wurde Gram……..

Wichtiger als ein paar Gram zu viel. Oh ja. Ich nehme "gerne" immer ein paar Gram zu viel an allem, was öfter mal nicht so ganz wirklich wichtig ist. Im Rückblick betrachtet. Warum eigentlich? Hm, ich glaube, manchmal ist die (Über-)Dosierung meines Grams ein Ventil, manchmal eine Ablenkung. Manchmal (schlechte) Gewohnheit. Manchmal Pause von den wichtigeren Dingen. Aber was ist mir wirklich, wirklich wichtig? Kann das tatsächlich mein Umfang sein?

Mein Umfang ist mir wichtig. Und es gehört zu meinem Wohlfühlen, dass meine Klamotten nicht zu eng sitzen, was sie wieder mal tun. Aber wohler fühle ich mich sogar, wenn ich das ganze Kilothema in seiner Wichtigkeit auf Normalmaß stutze(n kann). Am allerwohlsten, wenn ich mich (nicht nur kilomäßig, sondern überhaupt) druckfrei fühle. Denn dann macht auch der Druck des spürbaren Hosenbundes nichts. Dann ist das einfach so. Weil ich eben gegessen habe. Und weil das kein Drama ist.

Druckfrei. Wann bin ich das? Zu selten. Was eine zu einfache Antwort ist. Was brauche ich, um druckfrei zu sein? Was eine schon fast zu schwierige Frage - für mich -  ist. Ich denke zuerst: freie Zeit. Aber das stimmt nicht. Freie Zeit macht mir auch Druck. Nein, ich mach mir Druck. Dass ich die freie Zeit über bestmöglich entspanne. Und wie war das neulich? Ein Saunatag. Spätestens ab Mittag hat sich das "und-was-muss-ich morgen-alles-machen-Pflichtdruckgefühl" eingestellt. Die freien Tage zwischen den Tagen? Ich denke schon jetzt daran, was ich für einen "Hammer-Januar" zu absolvieren habe. Wie viele aufwendige, stressige Termine anberaumt sind. Was die beste Voraussetzung dafür ist, mich die freien Tage nicht druckfrei genießen zu lassen. Ich muss ja bald wieder was machen….

Sicher spielt eine Rolle, dass ich - unbewusst? - meine, ohne Druck nicht richtig zu funktionieren. Nicht leistungsfähig zu sein. Dass ich Druck brauche. Und klar braucht es für vieles Selbstdisziplin. Klar kann ich im Leben nicht nur das machen, was mir ausnahmslos Spaß macht...

Manchmal denke ich, ich habe Entspannung verlernt. Ich lese viel über Meditieren, Entspannung, Ruhe im Kopf haben, und, und, und……aber ich mache es nicht. Ich setze es nicht um. Wie wenn ich hoffe, dass die Entspannung mich von außen anfliegt. Aber das wird sie nicht. Ich muss selbst dafür sorgen.

Hm. Manchmal bin ich müde für alles selbst verantwortlich zu sein. Aber vielleicht ist das schon im Ansatz eine zu stressige Sichtweise. Was an der Definition  von "verantwortlich sein" hängt. Die meine klingt so nach Arbeit. Druck. Kontrolle. Alles Zusammenhalten, im Griff haben. So gesehen bremst und staut mich "verantwortlich sein". Wie wäre es, stattdessen verantwortlich zu sein, das Leben fließen zu lassen?

Das Jahresende naht. Was und wie möchtest du fließen lassen?

Ich wünsche dir wunderbare Festtage, druckfreie, entspannende, erholsame, das Leben fließen lassende....

Alles ist gut

herzlich

Celia

 

 

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