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Ich bin so satt, ich mag kein Bla….  oh Kuchen facebook

Satt sein. Wie unterschiedlich das benutzt wird. Satt sein ist schön – sofern es nicht pappsatt ist. Wenn ich von etwas satt bin, kann das heißen, ich mag – und das muss nicht Essen sein – von dem demjenigen, was mich satt gemacht hat, nichts mehr. Was dann auch zu "es satt haben" führen kann.....

Ich schaue mir erstmal das körperliche Sattsein an. Das wird ja immer als Meisterklasse gepriesen. Das Wissen, jetzt bin ich satt und jetzt höre ich auf zu essen, damit ich mich nicht überesse, pappsatt werde. Derweil kursieren viele Ratgeber, dass der Körper circa 15-20 Minuten nach dem Essen ein Signal gibt: hallo satt. Nicht mehr weiter essen. Dieser grandiose Tipp hat mich noch nie glücklich und weiter gebracht. Wann bitte fangen die 15 Minuten an?

In TÄID habe ich mich daher gefragt: was ist mein Gewinn davon, dass ich mein Sattsein nicht spüren will. Dass ich weiter esse, was ungleich besser geht, wenn ich abgelenkt esse, also vor dem Computer, Fernsehen, Smartphone, etc. Auch das Essen in Gesellschaft gehört dazu.

Und dann habe ich mich erinnert, dass ich schon einmal darüber geschrieben habe. Über das Sattsein. Allerdings in einem etwas anderen Zusammenhang. Ich habe über die Bedürfnisse, die hinter dem Essen stehen, philosophiert. Mit was ich Essen verwechsle. Du findest dass in meinem Quadro "entspannt-essen". Dort hatte ich schon herausgefunden, dass ich nicht darüber beglückt bin, eine natürliche Essbremse in mir zu haben, sondern eher kreuzunglücklich, wenn ich mit dem Essen schon fertig sein soll. Ungeachtet der Tatsache, dass ich keinen Hunger mehr habe. Was ich sehr wohl klar und deutlich spüre. Wenn ich auf mich aufpasse.

Und beim in mich Hineinspüren wurde mir klar, dass ich Essen gleichgesetzt habe mit "ich muss gleich wieder weiter arbeiten". Essen ist für mich Pause, und mit Essen fertig sein, ist für mich der Startschuss zum Weiterarbeiten. Und so ist mir jetzt noch einmal völlig klar geworden, dass Sattsein als solches für mich noch nie ein Vergnügen war. Und dann ist es ja kein Wunder, dass ich genau diesen Zustand vermeiden will. Also will ich gar nicht merken wie viel ich esse, ich will mehr Essen als ich brauche, ich will nicht auf meine Essbremse in mir hören. Und das ist natürlich in Stressphasen am ausgeprägtesten. Denn da gibt es ja schließlich auch viel zu arbeiten, was nicht unbedingt mit meiner Arbeitsmotivation und Arbeitslust konform geht.

Es ist spannend festzustellen, wie man sich selbst im Wege steht. Wenn mir etwas keinen Spaß macht, praktiziere ich das nicht. Sattsein sein muss mir also genauso Spaß machen können, wie auf meinen Hunger zu warten und mich dann zu freuen, wenn er da ist. Im Moment freue ich mich, wenn ich gegen Ende eines Essens in mich hineinhorche, befinde, dass es so gut ist, und mir sage: hey, die Pause fängt jetzt erst richtig an….

Mein TÄID- Experiment bleibt spannend. Und ich bin neugierig, wie es dir in der Zwischenzeit mit deinem Experimentieren geht. Wie hast du begonnen? Oder vielleicht willst du auch erst wissen, ob das im Endeffekt funktioniert? Das tut es. Meine 2 Kilos, die ich weniger werden wollte, sind bereits weg. Und das mit ganz normalem Essen. Mit Essen, und nach meinen Regeln. Regelmäßige 3 Portionen pro Tag, glücklicherweise kein Zwischenessen mehr, Essen nur wann ich wirklich richtig Hunger habe, und mittlerweile eben auch Aufhören können, wenn mein Körper sagt, hallo, ich bin satt.

Was bedeutet satt sein für dich? Welche Gefühle machen sich dann bei dir breit? Freude, oder Stress?

Alles ist gut

herzlich

Celia

 

PS: lies auch Sattgefühle unter TÄID "Antikalorienbilanzen.......

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