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Woche 1

Wir fangen mit dem Thema an, dass ich selbst nur zu oft mit langen, spitzen Fingern anfasse: die Selbstliebe!

Mich selbst lieben oder mich selbst annehmen: Das löst auch bei mir ab und an ein Fremdeln aus. Denn… da fallen mir gleich meine ärgsten Macken ein. Egal, ob psychisch oder physisch. Egal, ob gefühlt oder tatsächlich. Und gepaart mit meiner Neigung zum dramatischen Dramatisieren – gerade bei meinem Gewicht – ergibt das folgende drei Stufen:

Stufe1: ein Kilo zu viel = geht grad noch

Stufe 2: zwei Kilo zu viel = Kaninchen-vor-Schlange-Gefühl!

Stufe 3: drei Kilo zu viel = Alarmstufe doppelrot!!! Schnappatmung!!!

Gesamtergebnis: Selbstliebe geht grad nicht! Nicht mal wirklich bei der ersten Stufe.

Quasi zum „Vorglühen“ kommen wir nicht umhin, den Begriff „Selbstliebe“ zu klären, besser noch: zu entdramatisieren.

Und ich biete dir meine Definitionen zum Ausprobieren an, bevor ich dich bitte, dir deine eigenen Gedanken dazu zu machen.

Selbstliebe definiere ich als ein Wohlwollen mir selbst gegenüber. Das klingt vielleicht nach Selbstliebe light, ist aber für mich eine freundlichere, sanftere Annäherungsweise an mich, als der Druck, den das Wort „Selbstliebe“ automatisch in mir auslöst, in der Art: Ich muss mich jetzt lieben. Besser gestern schon als heute. (Selbstliebe-Ratgeber vermitteln mir ständig das Gefühl, dass es sinnlos ist, das Haus zu verlassen, bevor es nicht mit der Selbstliebe klappt.)

Mich selbst zu lieben, geht aber nicht auf Kommando, denn so wenig wie ich einen anderen von jetzt auf gleich lieben kann (Liebesblitzeinschläge bewusst ausgenommen), genauso wenig kann ich mich selbst sofort und gleich lieben, so sinnvoll das für mein Leben auch wäre.

Selbstliebe heißt daher für mich, damit anzufangen, zu mir selbst zu stehen, mich zu zeigen, wie ich bin. Mit mir ein Team zu sein. Mich freundlich, und wenn es geht, sogar liebevoll zu sehen. Und zu behandeln. Denn ich habe nur mich in diesem Leben. Es hat mir definitiv keine andere Celia „zugewiesen“.

Selbstliebe ist für mich somit die Wahl, mich freundlich statt unfreundlich zu behandeln. Und statt gegen mich, meinen Körper, meine Macken & Co zu kämpfen, habe ich kürzlich den Schlusssatz aus dem Kinofilm „Embrace“, den Taryn Brumfitt an ihre kleine Tochter richtet, zu meinem neuem Motto gemacht:

„Verschwende keinen einzigen Tag deines Lebens damit, Krieg gegen deinen Körper zu führen. Umarme ihn.“

Meine erweiterte, allumfassende Selbstliebe-Variante heißt also:

Verschwende keinen einzigen Tag deines Lebens damit, Krieg gegen dich zu führen. Umarme dich.

Das ist für mich Selbstliebe. Nichts Abstraktes, sondern etwas Aktives. Es gilt, Selbstliebe nicht als schöne Theorie hinzustellen, sondern aktiv zu leben. Und das wollen wir hier ausprobieren.

Wie denkst du darüber?

Was ist deine Definition von Selbstliebe?

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Und die Königsfrage gleich zu Anfang:

Möchtest du liebevoller zu dir sein? Möchtest du liebevoller über dich denken und dich liebevoller behandeln?

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Welche Gedanken tauchen dabei in dir auf? Schreib sie alle auf, ohne sie zu bewerten. Das machen wir später, wenn auch anders als du jetzt vielleicht denkst.

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Nimm dir Zeit für deine Antworten. Arbeite mit den Fragen, wann immer es für dich passt. Es sollte möglichst bis Mitte der Woche geschehen, denn dann bekommst du die Fortsetzung für die erste Woche.

Bis zum Weiter-„Kurseln“!

Alles ist gut

Herzlich

Celia

 

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