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Alkohol ist ein -für mich - schwieriges Thema. Nein, ich ordne mich nicht unter Alkoholikern ein. Was die Menge betrifft. Aber die Realität ist: ich trinke schon öfters mehr als mir gut tut. Und tue dann Dinge - verbal, Zusagen - die ich später bereue. Alkohl schafft für mich Leichtigkeit,Vergessen, mindestens Relativieren. Und die Haupterkenntis ist: ich trinke was, fühle mich gut und will dann das "Gutgefühl" steigern. aber das gelingt nicht, kann nicht gelingen. Da ist wie bei einer Sucht. Der erste Kick, er kann nicht mehr erreicht, getoppt  werden.... Und sucht heißt für mich: ich will anders sein als ich bin, ich will ein anderes Leben.....

Ja, ich überlege oft: kann ich ihn nicht ganz weglassen? Momentan denke ich : nein! Das wäre eine Flucht. Denn ich muss mich dem Thema dahinter stellen. Dem Thema, ich will schweben, es leichter haben..... Und es ist ein Thema: ganz arg auf mich aufzupassen. Wo ist die Grenze des mich gut fühlens. Wo das Limit? Wo die Fülle? Begrenze ich mich zu schnell?

Mir fehlt das Maß. Mein Maß. Das Maß, was für mich richtig ist, gut ist. Und deswegen werde ich weiter experimentieren. Alkohol weglassen wird nicht die Lösung sein. Das ist wie fettes Essen weglassen. Und genau dann kommt die Gier, der Sog. Auch hier möchte ich einen normalen Umgang. Im tiefsten Inneren weiß ich: hier ist meine Ideallösung ihn komplett wegzulassen. Aber: solange mir das weglassen als Flucht, als Verdrängen erscheint, ist es nicht ehrlich. Und was ich will ist, ehrlich zu mir zu sein. Zu wem denn bitte sonst. Alkohol ist Flucht. Für mich. Und die Fehlerlaubnis Dinge zu tun, die ich nicht will. Alkohol ist tückisch.  Er suggeriert Freiheit, Leichtigkeit und unterjocht stattdessen. Ich aber will Freiheit! Alkohol zeigt mir meine eigene Vertrickserei. Dafür kann ich ihm dankbar sein. Und durchschaut, wofür er steht, wird es mir leichter machen, ihn zu lassen.  Ich werde es weiter beobachten.

Körpergedanken. Sie sind wirr. Ich hab sie noch nicht alle durchsortiert. Das Thema ist so komplex. Und je mehr ich darüber nachdenke, es wird immer umfangreicher.....

Brandheiß aus der Computerpresse;-) Ich habs - für mich - gerade herausgefunden. Das, warum ich so abgelenkt esse und mir partout keine Zeit nehmen will, mein Sattsein zu spüren, geschweige zu akzeptieren.

Ich habe ein bisschen "herumgedocktert". An meinen Gedanken. Und gesucht....... hat das mit Misstrauen zu tun? Oder mit Angst vor Verantwortung? Die Angst vor einem selbstbestimmten Leben? Die Angst davor, dass es mir gut geht? Weil ich dann denke....mein Gott, wie langweilig dann das Leben wäre....?

Das Wichtigste und Spannenste für mich in den ersten Tagen war (und ist) das Unterscheiden des echten körperlichen Hungergefühls von dem emotionalen Hunger, dem "falschen" Hungergefühl.

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