Promo

Du hast die Wahl. Du kannst dir Sorgen machen, bis du davon tot umfällst. Oder du kannst es vorziehen, das bisschen Ungewissheit zu genießen. Norman Mailer

Genießen…… und ich denke da an Tiramisu, Chips, Sekt…. der Schluck aus der Maggiflasche… = Genießen ist seeeeehr individuell………aber egal was man genießt, was auch immer Genuß für einen bedeutet…….. Rosinen bei mir definitiv nicht…… es zeigt, ich kann nur genießen, wenn ich genießen zulasse = Freude zulasse = wenn ich mich selbst genieße….statt mir Sorgen zu machen, ob die Waage nanoschnell mehr anzeigt.....z.B....

Am 18.10 findet in Berlin der Suchtpräventionstag für Jugendliche statt und ich halte einen workshop über "genießen". Und beim Vorbereiten bin ich über das obige Zitat gestolpert. Und diesen merkwürdigen Satz. Die Ungewissheit genießen. Ich hingegen ziehe es vor Realist zu sein, zu wissen, was ich habe, auf was ich mich freuen kann, aber Ungewissheit genießen? Wie geht das? Will ich das? Und wozu ist das gut? Und: was ist das?

Das ist etwas Aufregendes. Denn es eröffnet Neuland. Es ist befreiend. Denn es entbindet mich von jeglicher überakribischer Vorbereitung, jeglichem Kontrollzwang, Perfektionszwang....... von dem was und wie ich gelernt habe, dem Zufall bestmöglich keine Chance zu lassen.....

Ungewissheit wird  dennoch auch von mir oft negativ besetzt. Ich ahne düsteres, imaginiere  über mir hängende Damoklesschwerter… aber wenn ich diese ganzen phantasievollen Geschichten über Ungewissheit weglasse, und Ungewissheit nur als Ungewissheit nehme, dann werde ich neugierig. Was hat das Leben noch mit mir vor? Was will es mir bieten? Und schaffe ich es dem Leben dazu Chancen zu geben?

Und dann merke ich, dass ich gefordert bin. Eingefahrene Gleise zu verlassen. Will ich im Leben etwas anderes haben, muss ich auch mal anderes zulassen. Neues wagen. Risiken eingehen. Was sicher erstmal eine Frage der richtigen Dosierung sein kann......

Und ich bin schwupdiwups bei einem meiner Lieblingsthemen. Was habe ich für eine Einstellung zum Leben? Bei einer meiner Lieblingsfragen: Erlaube ich mir, dass es mir gut geht, das Leben mir gefällt?

Sucht ist Kontrolle, Zwang. Unter anderem. Genießen ist Freiheit, erlauben, zulassen. Auch unter anderem. Und: Genießen stärkt. Gibt Kraft. Vertrauen…… Genießen lässt Sucht keinen Raum......

Und so ist Genießen ein Thema, an dem niemand vorbeikommt, wenn man mit dem eigenen Leben unzufrieden ist. Und etwas sucht. Etwas anderes sucht als man hat. Sucht ist suchen sagt man gerne…… und es ist egal um welche Sucht es sich handelt.  Hinter jeder Sucht steckt emotionale Not.

Aber wenn ich das Leben genießen kann = mich genießen kann, dann habe ich ein Zaubermittel gegen emotionale Not. Klar, da gibt es noch andere, mehrere…… Wie wäre es,  wenn ich denken könnte, da gibt es ein Meer von Möglichkeiten und ich muss keine vorher wissen.......

Wie würdest du Ungewissheit genießen?

Alles ist gut

herzlich

Celia

Als Gast kommentieren

0 Zeichen Beschränkung
Dein Text sollte mehr als 10 Zeichen lang sein

Kommentare

  • Keine Kommentare gefunden
Zum Seitenanfang