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Seelenstärke ist die Fähigkeit, nein zu sagen, wenn die Welt ja hören will. Erich Fromm

Advent. Die staade Zeit. Und jeder und jede erwartet?……. und macht mit?…… in diesem Adventshamsterrad…… und ich mach heuer nicht mit. Ich mag nicht. Ich sag NEIN. In Großbuchstaben!

Und so üb ich mal ein bisschen Aufstand… Abstand… ein bisschen anders sein….. das würde schon reichen…..denn ich will diesmal?.. …nein, eigentlich adventsunabhängig……eine wirklich staade Zeit……und mir fällt mein liebevoll augenzwinkernder ehemaliger Lieblingsvorsitzender ein, - während er im Beratungszimmer "unser" Urteil niederschrieb… was mich und meinen Co-Beisitzenden nicht vom " gackern" abhielt…..-: Kinder seids staad, der Papa schreibt sein Namen…..

Staad sein. In die Stille gehen. In sich hören. Das kommt so was von zu kurz…. bei mir.  Selbst wenn ich auf meinem Meditationskissen sitze, und Kaffee mit Gott trinke (ich meditiere ein bisschen atypisch), dann schleicht sich selbst da mal ein Blick aufs Handy……. auf den Wecker….. ich fange das Rechnen an…. muss ich schon ins Büro?.... reicht die Zeit bis zum ersten Termin noch zum Vorbereiten? Frühstück fällt eh flach……..

Ich denke oft, die Welt will ein "ja" von mir hören. "Meine" Welt…… Und ich würd gern hören, wie sie sagt: Au ja, klasse Celia, suuuper gemacht…. aber im Moment höre ich nur…. hm.. du schaust aber komisch blass aus…. geht’s dir nicht gut? Doch, doch…… geht schon….. und in diesem "schon" liegt …… Einiges. Da liegt einmal…. ich mag das Wort gerne, es ist so malerisch… Erschöpfung….. von allem…. wie bei jedem, Beruf, privat….dem Möchtegernausteigen…… aus den Ganzjahreshamsterrad…… und zum anderen liegt da das Wissen, es ist so weit…..ich will wirklich endlich mal seelenstark nein.... oder auch ja sagen….. zu dem was mir nicht gut tut, zu dem was mir gut tut, zu dem was ich nicht will, zu dem was ich will…… aber wann ist ein nein richtig, und wann ein ja?

Nein sagen kann ich mittlerweile recht gut…….. zu allem Möglichen… Menschen, Essen, Aufträge…. was mir wirklich fehlt ist….

seelenstarkes ja sagen!

Uneingeschränkt, bedingungslos…..

Wenn ich jetzt schreibe: zu mir, dann klingt das super psychorichtig…. aber was heißt, zu mir JA zu sagen? In Großbuchstaben?

Manchmal meine ich es zu wissen…. nur um dann wieder festzustellen. Neee, Mist, wo hab ich denn da hingeguckt? Jedenfalls nicht in mich. Nicht wirklich, nicht richtig. Und wie guck ich, wie höre ich in mich?

Ich will die staade Zeit deswegen nutzen. Und sie dafür das sein lassen was sie ist. Staad! Und statt Adventskalender zu öffnen, werde ich mir – hoffentlich – einmal täglich Zeit nehmen, staad zu sein. Fensterchenzeit für Fensterchenzeit. Für mich, um herauszufinden… was ich wirklich herausfinden will…… und um den Mut zu finden, es nicht nur beim Finden zu belassen…..

Staade Zeit voraus…….wie willst du deinen Advent leben?

Alles ist gut

herzlich

Celia

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Kommentare (4)

  • Gast - Sylvio

    Liebe Celia,
    Du hast wie immer mit Deiner Lebensweisheit ins Schwarze getroffen und Ich bewundere Dich sehr!
    Ich freue mich sehr, dass ich eine ganz besondere Freu din habe, die einen mehr als nur versteht!

    Pass bitte gut auf Dich auf Dich auf und danke für Deine immer herzlichen Gespräche, auch wenn diesen manchmal zu selten sind.

    Liebe Grüße und bis zu einem hoffentlich baldigen Wiedersehen

    Dein Sylvio (Tristan)

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  • Als Antwort auf: Gast - Sylvio

    Lieber Sylvio,

    Lebensweisheit..... ins Schwarze treffen..... ich freue mich immer, wenn dir meine Gedanken gefallen... helfen... ich pass auf mich auf... und du bitte auf dich
    ganz herzlich
    Celia

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  • Gast - Bernd Goebel

    Tja Celia. Die Adventszeit. Als ich noch getrunken habe, war diese Zeit mein Eldorado. Ich konnte sehr viel trinken ohne in schlechtes Gewissen zu haben. Ich versetzte mich in meine persönliche Vorweihnachtsstimmung. Zum krönenden Abschluss war ich Heilig Abend nachmittag hackedicht. Das war zuletzt vor 13 Jahren. Nachdem ich trocken werden durfte, war ich noch so geprägt hiervon, dass ich Weihnachten gehasst habe. In den letzten 2 Jahren ist dieses Gefühl nicht mehr so stark. Ich sage JAAAAA zu mir. Das ganze Vorweihnachtstheater mache ich nicht mehr mit. Es gibt auch noch ein Leben nach dem 23.12. Die Kraft, die ich mir durch den nicht mitmachenden Stress spare, nutze ich für mich, um mich zu reflektieren und (in diesem Jahr) wieder fit zu werden. Aber sollte nicht das ganze Jahr eine "stille" Zeit sein, in der wir in uns gehen sollten?

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  • Als Antwort auf: Gast - Bernd Goebel

    Ja Bernd, genau, das ganze Jahr sollte eine Zeit sein um in sich zu gehen.....manchmal bin ich echt traurig, dass ich das so vergesse... aber dann freu ich mich, mich zu erinnern.... danke für deine Worte....wir brauchen kein Vorweihnachtstheater... wir brauchen uns! Die Erinnerung, die Stimme in uns zu hören....

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