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Meine Idealmaße. So wie ich bin (Fred & Diana Young: Scheissegal, ich lass das jetzt so)

Auf facebook habe ich kürzlich ein cartoon  auf Netzwerk Esstörungen weitergepostet. Eine Frau im Bikini – und fragt mich nicht wie viele BikinifigurenabnehmMUSSreklamen ich dieses Jahr schon wieder gesehen habe – also: eine Frau im Bikini sieht sich im Spiegel. Die Spiegelbildfrau tritt aus dem Spiegel heraus,

beide fassen sich an den Händen und umarmen sich dann. Und das, ohne irgendeinen "intelligenten" Weg zur Bikinifigur mit Pulverdiäten oder ähnlichem genutzt zu haben…… Was für eine schöne Vorstellung…….

Ich verfalle oft in den Modus "alles ist gut" "wenn" die Idealmaße da sind. Dann kann das Leben so wie ich es will losgehen = ich schiebe das Leben dann jedes Mal wieder mal auf. Auf den Zeitpunkt, an dem ich mit mir zufrieden bin. Aber, da bin ich ganz ehrlich……ich bin zwar immer öfter zufrieden, aber so ein dauerhaftes mit-mir-zufrieden-sein-Konzept, also das hat sich bei mir noch nicht so niedergelassen……

Auf facebook fand ich den dazu passenden Satz Stefan Hiene :

Selbstliebe ist: lieben was ist.

Und ich verstehe den Satz so, auch lieben was "an", nicht nur in mir ist.

Ich habe schon oft über "mich ich sein lassen, ohne Veränderungs-Optimierungswahn, ohne mich aufzuschieben auf schlanke Zeiten, ohne mich-zu-verwarten-leben" geschrieben. Und dennoch fällt es auch mir immer wieder schwer zu sagen: Ich bin gerade die bestmögliche Version meiner Selbst. Sonst wäre ich gerade nicht so wie ich bin. Ideal halt…....?

Nächste Woche lege ich mit einer Freundin einen Wellnesstag ein. In der Sauna. Das ist noch viel hardcoriger als Bikini. Zwar relativiert, erleichtert der umschweifende Blick dort sicher die mega Ansprüche an meine Ohnebikini-Figur…….aber es wird je nach Bauchhüftwölbungen erst mal wieder eine Ich-Herausforderung. Die Weihnachtskilos lieben mich noch immer……

Wie kann man sich selbst lieben, wenn man sich nicht schön (genug) findet?

Nun, das geht nicht nie auf Kommando. Es ist ein Prozeß. Ideal wäre als Anfang die Bikiniängste zu nutzen, mich von den Vorstellungen anderer freizumachen. Die ich den anderen unterstelle, wohlgemerkt. Der Witz ist ja auch, die anderen sehen mich in der Regel "anders" als ich mich. Aber wenn mich "meine" ängstlichen Vorstellungen, andere finden mich dick oder sonstwie nicht kümmern würden, dann……könnte ich auch "meine" Vorstellungen über mich, ich finde mich gerade dick oder sonstwie........ einfach sein lassen, was sie sind.  Vorstellungen. Denen ich nicht entsprechen muss. Und dann würde ich mich entspannen. Und mich ich sein lassen. Ideal halt......!

Wie mache ich mich von diesen verqueren Vorstellungen frei?

Ich sammle immer wieder begeistert eine bestimmte Spruchart, die "uns" verklickern will, dass wir nicht so sein müssen, wie andere uns haben wollen. Und ich wandle das ebenso begeistert immer wieder ab. Und wie wäre es daher mit:

ich bin nicht auf der Welt um meinen eigenen Vorstellungen von mir zu entsprechen. Und/oder mit noch einer Schippe drauf: um meine eigenen Vorstellungen von mir zu glauben. Mit oder ohne Bikini. (Und nein, ich diskutiere hier nicht mit mir, dass ich auch "richtige?" Vorstellungen von mir habe, eine Vorstellung ist eine Vorstellung……)

Was passiert bei dir, wenn du deine Vorstellungen von dir, mit und ohne Bikinis und Badehosen, oder welche Vorstellung auch immer, einfach nur Vorstellungen sein lässt?

Alles ist gut

Herzlich

Celia

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