Promo

Es gibt keinen Weg zum Glück. Glücklich sein ist der Weg. Buddha

"Ichen", meine neue Wortkreation. Kommt von meiner Idee einen Ichtag einzulegen. Mal allen Versuchungen zu widerstehn, mich nicht ablenken lassen, von mir… mich nicht zu verzetteln im Anspruch für alle hilfreich und bestmöglich auch noch liebevoll da sein zu können……

und es ist wieder wie immer im Flugzeug bei den Sicherheitsinstruktionen….. ich muss mir die Sauerstoffmaske zuerst aufsetzen……erst dann kann ich woanders …….. und ich merke, wie schnell ich gleich wieder woanders bin, sein will…. und nicht bei mir……

Es ist Zeit nicht für woanders, sondern für hieranders. Es ist Zeit für ein "es mir gut gehen lassen".

Und eine liebe Freundin erzählt mir von ihrer Tibetreise. Wie sie vor einem Tempel stand…… wie ein Mönch kam und ihr …… einfach so ?......sagte: Du hast das Recht auf glücklich sein…….

Manchmal gibt es Fügungen. Den richtigen Satz, am richtigen Ort, zur richtigen Zeit….

Ich habe den Satz neulich in meine Gruppe gegeben. Und nein, ich erntete keine euphorischen: jippieh yeah ja, klar, logo, hab ich….. und ich hab mich gefragt……erlaube ich mir genau dieses Recht?

Das Recht auf glücklich sein, auf mich….. Ich hörs in meinem Kopf…. und ich fühls nicht in meinem Herzen. Und genau dann ist die richtige Zeit, der richtige Ort in mich weiter reinzuspüren, mich zu fragen: wer wenn nicht du, wann, wenn nicht jetzt?

Ich hadere dieses Jahr außerordentlich lange mit meinen Weihnachtskilos. Mittlerweile sind es wohl Frühlingsrollenkilos;-) Und ich verfalle leicht in mein Denkmuster: ein paar Kilos weniger…. und alles ist gut. Kann es jetzt gut sein, trotz des Ist-Kilostandes? Ist es gut?

Wenn ich - endlich - die Geschichte weglasse, "alles ist gut, wenn ich schlank bin", dann habe ich ein wunderbares Leben…….denn dann hören die inneren Kämpfe auf. Die Kämpfe, die mich nicht mich sein lassen wollen……. warum?

Ich erzähle mir viele Geschichten über mich. Irgendwo habe ich gelesen, dass der Trick, mir meine Geschichten zu entlarven, mit einer Kamera geht. Ich stelle mir vor, ich sehe nur, was eine Kamera sieht. Und die hält ein Bild fest. Nicht die Geschichte….Meine Kamera sieht eine Frau. Mittleren Alters;-) Mit Rundungen. Die Kamera sagt nicht: iiiih, mach die weg. Die Kamera ist ruhig und still und sagt kein Wort….sie urteilt nicht….sie verurteilt mich nicht, sie lässt mich sein, wie ich bin…

Ichen. Ichen heißt mich sehen wie ich bin. Sehen. Nicht urteilen. Mich lassen wie ich bin. Nicht mich antreiben anders zu sein. Für mich hilfreich und liebevoll da zu sein…….es mir gut gehen zu lassen…..mein Recht auf glücklich sein sehen, ihm erlauben, da zu sein, es genießen……durchatmen……

Ichen hat nur Platz, wenn ich mir Platz lasse. Wenn ich mir mein Leben nicht mit Geschichten zuerzähle. Manchmal regelrecht zumülle. Mit Geschichten wie ich sein will. Ohne Rücksicht darauf wie ich bin. Und ich will Rücksicht nehmen. Auf wie ich bin……..

Wann "ichst" du?

Alles ist gut

herzlich

Celia

Als Gast kommentieren

0 Zeichen Beschränkung
Dein Text sollte mehr als 10 Zeichen lang sein

Personen in dieser Konversation

Kommentare (2)

  • Liebe Celia.
    Der Text ist echt super geschrieben. Der Gedanke mit der Kamera finde ich sehr nachdenkenswert. Wir machen eine Momentaufnahme von uns, im hier und jetzt ohne unsere Geschichte. Schlicht und ergreifend, so wie ich bin in diesem Moment. Es geht mir gut oder schlecht und ich bin da. Mehr nicht.
    Viele Menschen identifizieren sich über ihre Geschichte. Dazu zähle ich mich auch. Sie sind geprägt von ihrer Vergangenheit, die sie letztendlich auch ausmacht. Viele hatten Erfolg, Anerkennung, ein dickes Auto oder ein volles Konto. Alles materielle Dinge, an denen man sich messen kann.
    Und dann kommt die Momentaufnahme durch die Kamera. Da stehen sie, so wie sie sind. Das wird viele abschrecken, weil solch eine eigene Sichtweise ein schlechtes Licht auf sie wirft. Sie können nicht prahlen, weil es in DEM Moment nichts zu prahlen gibt. Sie sind in DEM Moment unglücklich. Weil sie sich an materiellen Dingen festhalten.
    Um glücklich zu sein oder werden, bedarf es immer des Moments, in dem man gerade ist. Ohne alles nur mit sich selbst. Ich glaube, dass das ein Teil des Ichens ist. Für mich bedeutet dass, dass ich noch eine Ausbildung zum Icher machen muss, damit ich mein Ichen umsetzen kann.

    kurze URL:
  • Als Antwort auf: Gast - Bernd Goebel

    Ja lieber Bernd, genau "Um glücklich zu sein oder werden, bedarf es immer des Moments, in dem man gerade ist. Ohne alles nur mit sich selbst. " Das hast jetzt du super geschrieben! Letztendlich ist das Kameralicht kein schlechtes Licht, sondern ein ernüchterndes, klärendes Licht. Da erkennt man, dass das Materielle "nichts" wert ist… Und dann hat man die Möglichkeit zu sehen, ich bin wie ich bin…..und das ist genau so richtig, jetzt, in diesem Moment…. Danke dir!
    Und abgesehen davon finde ich die Idee einer Ausbildung zum Icher eine grandiose Idee!

    Kommentar zuletzt bearbeitet am vor 1 Woche von Celia Elsdörfer
    kurze URL:
Zum Seitenanfang